Freies WLAN in Bad Schönborn: Blockade löst sich

 
 

Trotz des Widerstandes der CDU und Teilen der Freien Wähler kommt der Aufbau von freien WLAN- Zugängen in Bad Schönborn langsam aber sicher voran. Mit der Diskussion im Ausschuss für Umwelt und Technik (Gemeinderatsausschuss) rückt nun die Einrichtung von zwei Hotspots in greifbare Nähe. Angebote werden hierzu im nächsten Ausschuss dann beraten und darüber abgestimmt. Die Jusos freuen sich über den wahrnehmbaren Lernprozess innerhalb der Gegner*innen. War WLAN in früheren Diskussionen noch eine „veraltete Technik“, so müssen nun zumindest auch die Christdemokrat*innen feststellen, dass es „viele inhaltliche und technische Argumente für ein offenes WLAN“ gibt.

Das ist natürlich richtig, denn Deutschland ist in Sachen öffentliches WLAN ein digitales Entwicklungsland. In vielen deutschen Städten und Gemeinden gibt es bislang noch kein entsprechendes Angebot. Von der digitalen Teilhabe werden dadurch viele Menschen ausgeschlossen. Den Konservativen scheint dies egal zu sein, sie befürchtesogar eine „Erstickung der Privatinitiative“, da private Betriebe am Marktplatz Mingolsheim WLAN zu Verfügung stellen könnten. Mangels bisheriger privater Initiative ist diese Angst natürlich unbegründet, zumal nicht ersichtlich ist, wieso eigenständige Unternehmen WLAN außerhalb ihrer Gebäude für die Öffentlichkeit anbieten sollten. Hier ist nach Ansicht der Jusos neben einer Änderung der bisherigen Haftungsregelungen auch die Vorreiterrolle der Gemeinde als Dienstleisterin der Bürgerinnen und Bürger gefragt.

 

Warum Stolpersteine für Bad Schönborn?

Stolpersteine sind Gedenktafeln, die in den Boden des Gehwegs eingelassen werden. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert oder ermordet wurden. Diese Steine werden in der Regel vor dem letzten frei gewählten Wohnhaus verlegt und dienen als öffentlich sichtbares Erinnerungszeichen. Indem sie folgenschwere Ereignisse der Vergangenheit im Bewusstsein bewahren, spielen sie eine wichtige Rolle für das kollektive Gedächtnis einer Gemeinde. Sie sind Teil einer lebendig gehaltenen Ortsgeschichte, die eben nicht nur aus positiven Ereignissen besteht.

 

„Geht es Ihnen gut?“ – „Vielleicht...“ Über 100 Flüchtlinge machen bei den Deutschkursen der Flüchtlingshilfe mit

Erfahrungsbericht von Ehrenamtlichen

 

Vier bis fünf „Lehrer“, die sich in einem Kurs abwechseln - das geht. Wir Ehrenamtlichen, vier Frauen und ein Mann, machen den ersten Kurs, den die Flüchtlinge vor Ort seit Ende September belegen können. „Deutschkurs für Asylbewerber“, sogenanntes Thannhauser Modell. So heißt die Lernbroschüre. Die Asylbewerber kaufen sie für 5 Euro. Oft stehen unter den Sätzen englische Untertitel. Aber Englisch wollen sie schon weniger hören, jetzt nach zehn Wochen. Außerdem können nicht alle gleich gut Englisch. „Bitte auf Deutsch sagen!“ heißt es jetzt schon oft. Die Zahlen bis 100 waren da, die Uhrzeiten auch – aber „pünktlich“ ist noch immer ein sehr deutsches Wort. Manche kommen ab und zu eine halbe Stunde später. Oder überhaupt nicht. Wir fragen dann nach – und das macht Eindruck. Sie merken: Es ist uns wichtig, dass sie vorankommen. 

 

 

 

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