Erfahrungsbericht von Gudrun und Karl-Friedrich Heller
Als gefragt wurde, wer kann eine Patenschaft übernehmen, war für uns gleich klar, das machen wir, wir sind dabei! Also übernahmen wir die Patenschaft für eine syrische Familie eine Mutter mit zwei Kindern.
Nach einer dramatischen Flucht über verschiedene Wege, waren sie hier in Deutschland gelandet. In der AUB-Unterkunft hier am Ort, herrscht eine entsetzliche Enge. Die sehr auf Sauberkeit und Ordnung bedachte Mutter - eine ehemalige Lehrerin in Syrien, war manchmal am Verzweifeln. Sie bangte außerdem um ihren noch in der Türkei lebenden Ehemann, der lt. Auskunft vom Amt erst in zwei Jahren nachkommen könne.
Auch mußte die kleine Tochter dringend zum Arzt, war aber noch nicht krankenversichert.
Also haben wir als erstes die unendlich vielen Schreiben (manchmal auch für uns schwer zu verstehen) geordnet und mit G. zusammen in Ordner abgelegt. Als nächstes haben wir dann dafür gesorgt, dass das Kind bei der AOK mitversichert wurde. Dazu sind wir mit der Familie vor Ort nach Östringen gefahren und haben alles geregelt. Wir haben Arzttermine vereinbart, den Weg dorthin gezeigt, waren beim ersten Besuch dabei, um zu vermitteln. Danach galt es nach dem Ehemann in der Türkei zu forschen.
Es kostete uns einige Telefonate, bis wir endlich an die richtige Stelle geraten sind und eine sehr kompetente und hilfsbereite Sachbearbeiterin beim Landratsamt in KA gefunden haben. Danach ging dann alles ganz schnell, der Ehemann konnte innerhalb von 3 Wochen nach Deutschland nachziehen!
Nun galt es für die kleine Familie eine Wohnung zu finden. Dank der helfenden Hand von Pfarrerin Helm fanden wir eine schöne Wohnung im Dachgeschoss bei einer türkischen Familie. Zum 1.7.16 war Einzug. Es waren noch viele Dinge zu regeln, aber wir sind – nicht immer – aber doch meistens bei den Ämtern auf offene Ohren gestoßen. Sicher gab es den ein oder anderen SachbearbeiterIn der/die es aus Unkenntnis oder was auch immer – unnötig schwer gemacht hat, aber immer wenn wir nachgehakt haben (und uns als Paten vorgestellt haben), ging fast alles problemlos.
Empfang der SPD-Landtagsfraktion in Karlsruhe-Neureut
Am 13. September 2016 lud die Landtagsfraktion der SPD zum Empfang ein. Anwesend waren ca. 300 geladene Gäste.
Die Begrüßung machte MdL Dr. Stefan Fulst-Blei, wobei er besonders die „Mannemer Buwe“ nämlich OB Dr. Frank Mentrup und sich selbst vorstellte. Viel Prominenz war anwesend aber auch Vertreter aus vielen Ortsvereinen, auch Bad Schönborn war vertreten.
Das Grußwort von OB Frank Mentrup war gleichzeitig eine Abrechnung mit der grün-schwarzen Regierung. Großzügig angekündigte Verbesserungen werden mit Streichungen an anderer Stelle wieder entkräftet. Besonders erwähnte der OB den Nahverkehr und forderte hier gravierende Verbesserungen. Gerade in Zeiten wo eben nicht alle Menschen mit dem Auto fahren können, ist es wichtig, einen funktionierenden Nahverkehr zu haben.
Er ermutigte die Partei, sich auch auf die geleistete Arbeit in der vorherigen Regierung zu besinnen und stolz auf das Erreichte zu sein.
Die Rede wurde von dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion MdL Andreas S t o c h gehalten. Auch er verwies auf das bereits Erreichte, das sich die jetzige Regierung „an den Hut“ steckt. (Wie sich die Bilder gleichen, wir mußten natürlich gleich an unsere Gemeinde denken!!!)
Es ist wie immer das gleiche Bild, die SPD erinnert schon seit Jahren daran, das bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden muß, das genügend Betreuungsplätze vorhanden sein müssen (die für Menschen mit geringem Einkommen auch bezahlbar sein müssen) und vieles mehr.
„Nie waren sozialdemokratische Antworten auf Fragen unserer Zeit so notwendig wie heute“ damit machte er den Anwesenden Mut um weiterhin für die Sache der SPD zu kämpfen.
Auch die AFD fand Erwähnung mit den Worten „die lösen die Probleme unserer Zeit nicht, sie vergrößern sie nur!“
Viel Beifall erhielt der Vorsitzende nach einer packenden, frei gehaltenen Rede.
Das anschließende Buffet enthielt (im Gegenteil zum Kommentar in der BNN) kleine, feine Leckereien!!! Danach hatte man Gelegenheit mit den Abgeordneten zu sprechen, bei der
Gelegenheit konnten wir erfahren, dass unser neuer Vorsitzender Stefan Fulst-Blei unsere
Gemeinde noch nicht kennengelernt hat.
Also packen wir es an!
Von unserem Genossen Karl-Friedrich Heller
Erinnert Euch! Oder eine Antwort auf die Frage:“ Wozu brauchen wir die SPD überhaupt noch ist dieser „Arbeitsvertrag“ von 1870.
Es war von jeher die SPD, die sich für Arbeitnehmerrechte eingesetzt und soziale Gerechtigkeit für Alle gefordert hat. Wie und wo würden wir wohl heute ohne die SPD stehen und wie würde wohl heute unsere Arbeitswelt aussehen ohne SPD?
Noch 1979 stand in einem Ausbildungsvertrag der Satz: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ - was gleichbedeutend war, dass man als Azubi auch mal einen 11 Stunden Arbeitstag hatte und sich darüber gefälligst nicht zu beschweren! (Vgl. Arbeitsvertrag 1870).
Auf einem aktuellen Werbeplakat der Diakonie- Deutschland steht: „Mein Beruf ist es die Würde des Menschen zu pflegen!" Ich würde den Satz wie folgt erweitern: Und Aufgabe der SPD ist dabei Sorge zu tragen, dass diese sozial - wertvolle Arbeit gerecht entlohnt wird und Wohnraum bezahlbar
bleibt…..
Nur ein Beispiel von vielen und eine Aufgabe von vielen bei der Schaffung/Erhalt der sozialen Gerechtigkeit. Darin besteht m.E. auch der momentan viel zitierte Erneuerungsprozess der SPD, nämlich in der Rückbesinnung auf unsere Grundwerte für die die SPD (früher) einstand und vor allem für
WEN?- Nämlich für Alle!
Das gilt es den Menschen wieder auf zu zeigen, oder wie Nils Schmid es formuliert hat:“ Eine SPD (ist/wird) wieder ein Garant für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.“
Und gewiss, erinnern wir uns trotz alle dem: Ohne SPD wäre nicht alles - aber vieles NICHTS!
In diesem Sinne solidarische Grüße,
Angelika Messmer
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