Bad Schönborner Frühlingsbrunch abgesagt

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus (Covid19) und den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Veranstaltungen haben wir das Für und Wider, den Bad Schönborner Frühlingsbrunch am 15. März zu veranstalten, abgewogen und sind zu dem Ergebnis gekommen, die Veranstaltung abzusagen. Wir wollen mit unserer Entscheidung keine Verunsicherung schüren, sondern verantwortungsvoll mit der Situation umgehen. Im Spätsommer/Herbst werden wir wieder unsere beliebte Weinerei im Tausendlichterhof durchführen und mit einem vielfältigem Buffet erweitern. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei sind.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Bad Schönborn gewinnt beim „Wir jagen Funklöcher“-Wettbewerb der Telekom

Ein toller Erfolg für unsere Gemeinde: Bad Schönborn ist unter den 50 Gewinnern des bundesweiten Telekom-Wettbewerbs „Wir jagen Funklöcher“, wie das Unternehmen am 27.2. mitteilte. Eine Initiative der SPD-Fraktion im Herbst 2019 zur Teilnahme an dem Wettbewerb hatte sämtliche Gemeinderatsmitglieder überzeugt, und so bewarb man sich (einstimmig) als Kandidat. Mit einem innovativen Video machte Bürgermeister Klaus-Detlev Huge die gegenüber dem Ortsteil Mingolsheim stark abfallende Netzabdeckung in Langenbrücken erfahrbar.

Huges Video überzeugte die Telekom-Jury und so wird kurzfristig ein neuer Sendemast im bisher unterversorgten Ortsteil Langenbrücken errichtet – ohne Kosten für die Gemeinde. Vorbei dann die Zeiten, in denen das Smartphone viel zu oft „kein Netz“ oder für Datenübertragung untaugliches 2G bzw. E (EDGE) anzeigte.

Bad Schönborn ist eine von nur zwei Gemeinden aus Baden-Württemberg, die den Zuschlag erhielten. Insgesamt gingen bundesweit über 624 Bewerbungen ein. Die Telekom war mit dem Wettbewerb neue Wege gegangen, indem sie Gemeinden, die schon im Vorfeld für Standortmöglichkeiten und einen Ratsbeschluss für die Errichtung eines Funkmastes gesorgt hatten, eine Chance gab, ihre digitale Infrastruktur binnen Jahresfrist zu verbessern. „Mit diesem Gewinn gehören - spätestens Ende des Jahres - Funklöcher in Bad Schönborn der Vergangenheit an“, so die beiden Fraktionsvorsitzenden Susanne Matthias und Dennis Eidner.

 

75 Jahre Befreiung Vernichtungslager Auschwitz – Ludwig Marum

Am 27.Januar jährte sich zum 75. Mal die Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz. Bundespräsident Steinmeyer mahnte in der Gedenkstätte Yad Vashem seine Landsleute – uns – sich dem erstarkten Antisemitismus und den bösen Geistern in neuen Gewändern entschieden entgegenzutreten.

75 Jahre, ein Menschenleben.

Jetzt, da die Zeitzeugengeneration bald keine persönlichen Erinnerungen mehr schildern kann, gleichzeitig wiedererstarkte völkische und antisemitische Gesinnungen ihr Unwesen treiben und Verbrechen begehen, müssen alle demokratischen Kräfte in gemeinschaftlicher Anstrengung Zeichen setzen.

Der Lernort Kislau ist heute nötiger denn je und muss jetzt in die Realisierung gehen. Denn: Demokratie braucht Demokraten, aber weil die Demokratie nicht vererbbar ist muss sie gelernt werden. Eine sich entsolidarisierende Gesellschaft braucht starke Impulse und starke Instanzen, die demokratische Grundwerte vermitteln.

Hier, an diesem besonderen Erinnerungsort, sollen vor allem junge Menschen demokratierelevante Themenkomplexe erlernen dürfen. Aus der Geschichte lernen, Widerstand leisten, Zivilcourage gegen Ausgrenzung und totalitäre Strukturen begreifen heißt Menschenrechte und Freiheit zu sichern. Wenn uns, 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, keine „Erinnerungsmenschen“ mehr mahnen können müssen „Erinnerungsorte“ diese Funktion übernehmen.

Hier ist so ein Erinnerungsort.

Hier erinnern wir uns an Ludwig Marum, der ein deutscher Rechtsanwalt und SPD-Politiker war. Weil Marum jüdischer Herkunft war und sich politisch für die Weimarer Demokratie und gegen den Nationalsozialismus eingesetzt hat, war er bei den Nazis verhasst und wurde am 29. März 1934 hier im ehemaligen KZ Kislau ermordet.

In der Pfalz geboren hat er in unserer Region seine Fußabdrücke hinterlassen. Er ist in Bruchsal aufgewachsen, ging auf das Schönborn-Gymnasium, studierte Jura in Heidelberg und ließ sich als Anwalt in Karlsruhe nieder. Als Sozialdemokrat war er Mitglied des badischen Landtags in Karlsruhe, war Fraktionsvorsitzender und Justizminister. Als Chorsänger ist er in allen Gemeinden unserer Region aufgetreten.  Wir laufen heute die Wege, die er gelaufen ist.  Wir fahren heute auf den Straßen, die ihn nach seiner Verhaftung in Karlsruhe auf einer Schaufahrt der Nazis ins damalige KZ Kislau gebracht haben.

Hier ist der „Erinnerungsort“ unserer Region. Wir fordern den heutigen und zukünftige Land- und Kreistage von Baden-Württemberg auf, unverzüglich Verantwortung zu übernehmen und den Lernort Kislau endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Finanzielle Versprechungen, die zurückgenommen wurden, Entscheidungen, die ausgesessen werden, gefährden die Zukunft dieses Erinnerungsortes, dieses Lernortes und stärken die „bösen Geister“. 

Zwei Vertreter des Kreistags sind heute hier. Tragen Sie das Gewicht dieses Ortes in Ihre Fraktionen und nutzen Sie Ihre Positionen, um Zeichen für die Demokratie zu setzen.

 

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