Jahreshauptversammlung: Mit Tatendrang für Bad Schönborn

Ehrgeizige Ziele, Neumitglieder und ein starkes Vorstands-Team: Auf der Jahreshauptversammlung der SPD Bad Schönborn war viel Tatendrang zu spüren.

Zu Beginn der Versammlung konnte Vorsitzender Dennis Eidner direkt zwei weitere Neumitglieder in der SPD begrüßen. Darin setzte sich der seit Jahren anhaltende positive Aufwärtstrend weiter fort, in dem sich die bürgernahe (Kommunal)Politik und das seit Jahren starke Engagement der Parteijugend Jusos nachhaltig niederschlagen. Bürgermeister Detlev Huge lobte in seinem Grußwort den Einsatz für soziale Politik in Bad Schönborn. Trotz der großen Herausforderungen habe man viele Zukunftsthemen vorangebracht. Dennis Eidner begrüßte als weitere Gäste vom Landesvorstand Neza Yildirim und die beiden Juso-Sprecher*innen des Kreisverbands Wurda Arshad und Mika Demant. In seinem lebendigen Jahresrückblick, gewürzt mit Anekdoten aus dem kommunalpolitischen Geschehen, konnte Dennis Eidner auf eine Vielzahl gelungener Veranstaltungen verweisen, die wie etwa die Offene Ideenwerkstatt, die Weinerei oder den Tausend-Lichter-Weihnachtshof. Nach ToGo-Varianten im Coronajahr 2021 konnten die Veranstaltungen im historischen Hof endlich wieder live stattfinden und fanden mit mehr als 800 Besucher*innen außerordentlich großen Zuspruch. Die Jusos waren bei allen Veranstaltungen in der Organisation, dem Aufbau und der Durchführung überaus stark engagiert. Die Mitgliederversammlung dankte mit einem starken Applaus für den Rieseneinsatz, ebenso beim Bericht der Jusos über ihre zahlreichen Aktivitäten.

Bei den Neuwahlen des Vorstands wurde Dennis Eidner als Vorsitzender bestätigt, als neue stellvertretende Vorsitzende wählten die Mitglieder Alessia Imperiale. Dass die SPD Bad Schönborn eine “junge“ Partei ist bewiesen die Mitglieder, indem sie insgesamt sieben Mitglieder unter 35 Jahren in den Vorstand wählten. Die Herausforderungen unserer Zeit könne man nur bewältigen, wenn alle Generationen daran mitwirken. So wurden Patrick Dubbrow (Kassier), Christoph Becker (Schriftführer), Jörg Hanke (Pressesprecher) und Lea Zimmermann-Häfner (Kampagnenbeauftragte) in den Vorstand gewählt. Komplettiert wird das Team durch die Beisitzer*innen Susanne Matthias, Hanna Köpp, Niklas Kreft, Helen Hanke, Orhan Karahan, Jonas Reinfant und Hanne Schmich.

Gemeinsam nimmt sich das neu gewählte Team viel vor. Bad Schönborn ist eine attraktive Gemeinde, weil Vereine, Ehrenamtliche, Wirtschaft und Verwaltung zusammenhalten. „Soziale Politik tut Bad Schönborn gut. Wir wollen an diesen Erfolg anknüpfen und Bad Schönborn als lebenswerte Kur- und Familiengemeinde mit Herz und Verstand weiterentwickeln“, so die neue stellvertretende Vorsitzende Alessia Imperiale. Als Beispiel wird auch der Waldkindergarten erwähnt, denn die SPD-Idee sei eine Erfolgsgeschichte für den Ort. In kurzer Zeit wurden neue Kita-Plätze geschaffen und das Kita-Angebot damit noch vielfältiger gemacht.

Damit Bad Schönborn auch in Zukunft für alle Generationen attraktiv bleibt müsse man aber mit noch mehr Tatendrang voran gehen. „Bad Schönborn kann die erste klimaneutrale Kurgemeinde werden, in der auch die sozialen Themen im Mittelpunkt stehen. Wer sonst, wenn nicht wir?!“, so der Vorsitzende Dennis Eidner. Die SPD wird sich deshalb für verbindliche Ziele und konkrete Maßnahmen im Gemeinderat stark machen. Beim Thema Energiegenossenschaften, beim ÖPNV und auch beim Thema schwimmende Photovoltaik-Anlagen bieten sich Felder an, in denen Bad Schönborn klimapolitische Maßstäbe setzen kann. Zudem sind neue Impulse für die Wohn- und Gemeindeentwicklung notwendig. „Wer sich für unsere Unternehmen, Kliniken, Kitas und Familien einsetzt, der muss sich auch mit der Frage nach bezahlbarem Wohnraum befassen“, so Eidner. Hierzu brauche es mehr sozialen Wohnraum und kommunale Initiativen, um den Leerstand von Wohnraum zu verringern. Diese und viele weitere Themen wird die SPD vor Ort anpacken – bürgernah und lösungsorientiert.

 

„Baut den Lernort!“

Am 27.01. fand auch in unserer Gemeinde der Gedenktag an die Opfer des NS-Regimes statt. An der Ludwig-Marum-Stele sprachen Susanne Matthias, Dennis Eidner und Alessia Imperiale. In ihren Reden betonten sie, dass die Auseinandersetzung mit der Shoa weder erst 1933 beginnen, noch 1945 enden darf. Ihre Voraussetzungen und Folgen müssen bis heute mitgedacht werden.


Hier ein Ausschnitt aus Alessia Imperiales Rede:

„Was wir jetzt brauchen ist eine Gedenkkultur, die individuelle Betroffenheit sichtbar macht und die Verantwortung hervorhebt. Wir müssen uns immer darüber bewusst sein, dass es nicht erst in Auschwitz begann. Die Diskriminierung hatte bereits viel früher in allen Bereichen des Lebens begonnen. Es fing damit an, dass Jüd*innen keine öffentlichen Orte betreten und ihre Berufe nicht mehr ausüben konnten. Es begann auch damit, dass ihre Nachbar*innen zu diesem Unrecht schwiegen. Die Täterschaft begann daher nicht erst bei denen, die Befehle erteilten, sondern bei denen, die schwiegen oder gar Abtransporte wie die von Ludwig Marum aus Karlsruhe nach Kislau bejubelten. Eine Gedenkkultur, die auch meiner jungen Generation deutlich macht, dass wir jeden Tag für Demokratie einstehen müssen und die Gefahr von rechts immer da ist. Wir brauchen Orte, in denen Demokratie und Zivilcourage erlebbar gemacht werden.

Als ich 8 war wurde zum ersten Mal über die Idee eines Lernorts bei Kislau gesprochen. Ich bin jetzt volljährig und es ist für mich unbegreiflich, dass wir nach über 10 Jahren immer noch über Gelder, Standorte und Zuständigkeiten auf Landesebene reden. Nach 1945 wurden auf abgebrannten Synagogen Feuerwehrhäuser gebaut, die Feuerwehr, die zusah wie die Synagoge von Nazis angezündet wurde. Aus einem ehemaligen Konzentrationslager wurde ein Gefängnis. Daran erinnert bis heute nur die Ludwig-Marum-Säule.

Hier mein Appell: Baut endlich diesen Lernort! Er ist so dringend notwendig, wie vielleicht nie zuvor. Und wir sind es den Opfern des NS-Regimes schuldig.

 

Besinnliche Feiertage

Ein sehr ungewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Der Übergang von der einen Krise (Pandemie) zu Putins Krieg in Europa, Energiekrise und Inflation war gefühlt ein fließender. Diese Zeiten stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Sie zeigen aber auch, dass wir mehr soziale und klimagerechte Politik brauchen. Soziale Politik tut auch Bad Schönborn gut. Auf all die Krisen haben Bad Schönborner Bürger*innen mit Zusammenhalt und mehr Solidarität geantwortet, statt mit Spaltung und Hass und Hetze. Dies zeigte sich in der Aufnahme der ukrainischen Geflüchteten, aber auch im Alltag im Ehrenamt z.B. bei der Tafel, der Hausaufgabenbetreuung oder in unseren Vereinen. Wir möchten uns deshalb bei allen Ehrenamtlichen, dem Rathaus-Team und allen Mitbürger*innen bedanken, die dazu beitragen, dass Bad Schönborn zusammenhält. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind groß. Aber Bad Schönborn packt das: Mit sozialer Politik. Wir nehmen uns für 2023 einiges vor: Gemeinsam mehr bezahlbaren Wohnraum entwickeln, gerechte Kita-Gebühren schaffen, die teuren Tarifgrenzen im ÖPNV überwinden, öffentliche Plätze beleben und klimafreundlich weiterentwickeln u.v.m.

Bedanken möchten wir uns auch bei den über 600 Menschen, die unseren Lebendigen Adventskalender und Tausendlichter Weihnachtshof besuchten. Noch nie zuvor waren so viele Menschen vor Ort dabei! Dank geht an alle Besucher*innen, an das Weingut Bosch und das ganze Team!

Nun wünschen wir Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für 2023!

Freundliche Grüße

Dennis Eidner (Vorsitzender) und Susanne Matthias (stellv. Vorsitzende)

 

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