Neu-Planung der K3575 Umgehung Bad Schönborn

Gemeinderatsfraktion

Der Kreistag hat beschlossen, dass die Planung der K3575 neu aufgelegt werden muss, da die bisherige Planung inzwischen  veraltet und nicht planfeststellungsfähig ist, also keine Chance auf Erfolg hätte. Eine Voraussetzung für die erneute Planung ist ein aktuelles Verkehrsgutachten.

In der Sitzung des Gemeinderats vom 5.12. wurde dem Gremium ein neues Verkehrsgutachten zur K3575 erstmals in Teilen vorgestellt. Ebenso wurde auch die Alternative einer Umgehungsstraße Mingolsheim gezeigt und bewertet.

Bei der Vorstellung des neuen Verkehrsgutachtens traten alte und neue Fragen auf, die vor einer Entscheidung besprochen werden müssen. Insbesondere die neue realistische Variante  „Umgehung Mingolsheim“ muss ausführlich betrachtet und bewertet werden.

Die SPD-Fraktion ist deshalb der Meinung, dass bei so einem für die Gemeinde wichtigen Projekt dieser Tragweite, vor der Entscheidung zuerst einmal eine gründliche und intensive Beratung mit den neu vorgestellten Daten erfolgen muss.

Demzufolge haben wir nach § 7 der Hauptsatzung der Gemeinde den Antrag gestellt, diesen Tagesordnungspunkt in den AUT zur Vorberatung zu verweisen. Dazu ist ein Fünftel der Stimmen notwendig.

Somit konnten wir mit Hilfe der Stimmen der Grünen eine tiefergehende Beratung ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass dazu im AUT eine sachbezogene und gründliche Beratung stattfinden wird, damit alle möglichen Alternativen und Vorschläge in Betracht gezogen werden, bevor ein Millionenprojekt  für die Gemeinde zur Beschlussfassung gelangt.

Selbst der Landrat Christoph Schnaudigel (CDU) forderte die Kreisräte auf, bezüglich künftiger Entscheidungen zur K3575 selbstkritisch zu sein und keine falschen Hoffnungen mehr zu wecken.

Oberste Priorität hat für uns dabei, besonders das stark belastete Mingolsheim endlich und schnellstmöglich vom Verkehr zu entlasten. Dies würde dann auch automatisch eine Entlastung von Langenbrücken herbeiführen.

Die Aussagen der CDU-Fraktion, unser Vorgehen sei „unwürdiges Vorgehen“ oder gar eine „Farce“, können wir in diesem Zusammenhang  nicht nachvollziehen. Es bleibt zu hoffen, dass die CDU-Fraktion den Ratschlag ihres Parteigründers Konrad Adenauer beherzigt: „man kann immer seinen Standpunkt ändern, weil einem niemand verbieten kann, klüger zu werden.“

 
 

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