
Am 03. September hatten die Jusos Bad Schönborn die Gelegenheit, die Sankt Rochus Kliniken in Mingolsheim zu besuchen. Dabei erhielten sie eine Führung durch die verschiedenen Bereiche und Stationen der Klinik und konnten sich mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern austauschen.
Die Sankt Rochus Kliniken bieteten Platz für 425 Patienten und beschäftigen rund 600 Fachkräfte. Sie umfassen Fachabteilungen in den Bereichen Orthopädie, Kardiologie, Geriatrie, Neurologie sowie eine Einrichtung für Kurzzeitpflege.
Eine der größten Herausforderungen der letzten Jahre war die Arbeit während der Corona-Pandemie. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik standen unter erheblichem Druck, da regelmäßige Tests durchgeführt werden mussten – teilweise bis zu fünf Mal pro Woche, an manchen Tagen sogar bis zu 180 Tests. Diese zusätzlichen Aufgaben kamen zu den ohnehin schon anspruchsvollen Tätigkeiten im Klinikalltag hinzu. Auch für die Patientinnen und Patienten war es eine schwierige Zeit, denn aufgrund der strengen Corona-Auflagen galt ein Besuchsverbot. Außerdem reduzierte sich die Anzahl der belegten Betten in der orthopädischen Klinik, da nur notwendige Operationen durchgeführt wurden.
Zusätzlich war das Klinikpersonal von den Auswirkungen von Long- und Post-COVID betroffen. Einige Mitarbeitende mussten von der Pflege in die Verwaltung umgeschult werden, was den bereits bestehenden Fachkräftemangel in der Pflege weiter verschärfte.
Die größte Herausforderung, mit der viele Kliniken derzeit konfrontiert sind, bleibt der Fachkräftemangel. In nahezu allen Bereichen fehlen qualifizierte Arbeitskräfte.
Eine große Unterstützung für die Sankt Rochus Kliniken wäre es, wenn die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum für Fachkräfte bereitstellen könnte. Auch das Anwerben von Auszubildenden ist ein wichtiger Faktor, um den Fachkräftemangel langfristig zu bekämpfen. Die cts-Einrichtungen bieten attraktive Ausbildungsplätze an, die nach dem AVR-Tarif vergütet werden.
Die Jusos Bad Schönborn bedanken sich herzlich bei Yaren Acar für die Organisation des Besuchs und bei Bianca Würges und Lara Lingenfelser für den Einblick in das Rehabilitationszentrum.