Open-Air-Ideenwerkstatt Bad Schönborn

Veröffentlicht am 04.07.2021 in Gemeindenachrichten

„Klima geht gerecht“ war gleichermaßen Slogan und Thema der Open-Air-Ideenwerkstatt Bad Schönborn, zu der die SPD eingeladen hat. Damit der einstimmig gefasste Gemeinderatsbeschluss, Bad Schönborn bis 2030 klimaneutral zu entwickeln, nicht als „heiße Luft“-Nummer verpufft, gilt es ein breites Bewusstsein, ein klares Bekenntnis und eine hohe Anstrengungsbereitschaft in der Gemeinde zu etablieren. Jedes weitere Abwarten und Hinauszögern verursacht noch größere irreversible Schäden.

Lothar Huber, Mitinitiator des „Energietisches Bad Schönborn“ vermochte in seinem Impulsvortrag mit deutlichen Zahlen- und Statistikwerten den Teilnehmern klare Konsequenzen eines „Weiter so“ aufzuzeigen. Datenquellen vom Landkreis Karlsruhe bezeugen Bad Schönborn allein in den letzten 60 Jahren einen Temperaturanstieg um +2,2 °C. Eines der im Pariser Klimaabkommen verfolgten Ziele, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter deutlich unter 2 °C zu begrenzen, hat B.S. schon heute verwirkt. Der Kreistag hat sein 2014 gestecktes Ziel, bis 2050 CO2 frei zu sein, sogar neu formuliert und forciert nun alle Maßnahmen, um bereits 2035 seinen Beitrag zur Reduzierung der Erderwärmung zu leisten.

Was kann und muss Bad Schönborn tun? In drei Arbeitsgruppen (Mobilität, Quartiersentwicklung / Bauen, Naturschutz / Begrünung) sammelten die Teilnehmenden Ideen und Vorschläge, den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Von Fassaden- und Dachbegrünungen an / auf Schulen, Einkaufsmärkten, Privathäusern usw., über Verbot von verschotterten Vorgärten und Verkehrskreiseln bis zu großen Grünkübeln und -boxen auf versiegelten Flächen, sowie dem urbanen Gärtnern vor großen Wohnungskomplexen wurden diskutiert. Grün- und Blühflächen stärken nicht nur die Biodiversität, sie sind Windfang, Schalldämpfer, Luftbefeuchter und Schadstofffilter, auch unterstützen sie die psychische Gesundheit.

Die SPD-Bundestagskandidatin Neza Yildirim machte sich in der Ideenwerkstatt für eine klimafreundliche Quartiersentwicklung, mehr Solar- und Photovoltaik auf Dächern und dem Reimoldsee stark. Sie will aber auch für eine gerechte Mobilitätswende kämpfen: „Eine Grenze, die Mobilität in unserem Wahlkreis stark einschränkt ist immer noch die Verkehrsverbundsgrenze RNV/KVV. Eine umfassende und nachhaltige Verkehrswende kann nur gelingen, wenn der Öffentliche Personennahverkehr deutlich gestärkt und ausgebaut wird. Deshalb werde ich mich für das Modellprojekt 365€-Jahresticket für die Verkehrsregion Rhein-Neckar und Karlsruhe-Land einsetzen. Damit schaffen wir die komplizierten Grenzen und Tarife ab und machen unseren ÖPNV attraktiver.“

Die anwesenden SPD-Gemeinderatsmitglieder werden die Ideen aus der Veranstaltung in den Gemeinderat tragen und so gemeinsam ein klimagerechtes Bad Schönborn voranbringen. „Denn beim Klimawandel sitzen wir alle in einem Boot, aber nur wenige reisen 1. Klasse. Es gilt dabei alle mitzunehmen: bezahlbar und solidarisch“, so die Vorsitzenden Susanne Matthias und Dennis Eidner.

 

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