SPD-Gemeinderatsfraktion vor Ort

Kommunalpolitik

Am letzten Freitag besuchte die SPD-Gemeinderatsfraktion die Gemeinde Brühl.

Hier haben wir, zusammen mit Bürgermeister Dr. Göck ein Gebäude der Gemeinde für sozialen Wohnungsbau besichtigt. Das Gebäude ist dreistöckig mit Dachausbau und beinhaltet 12 barrierefreie Wohnungen zwischen 45 und 90 m2, die ausschließlich nach sozialen Kriterien vergeben werden. Diese Wohnungen sind Menschen aus Brühl mit Wohnberechtigungsschein vorbehalten.

Das Investitionsvolumen, einschließlich Grundstück betrug ca. 2.35 Mio €uro, und dies bei besonderen Schwierigkeiten mit dem Baugrund. Um die Statik des Hauses zu gewährleisten, mussten 35 Pfähle zwischen acht und neun Metern Tiefe in die Erde getrieben werden und mit Unmengen Beton aufgegossen werden.

Finanziert wurde das Gebäude aus dem Brühler Haushalt, einem Landesdarlehen zu null Prozent Zins über 880.000,- € und einem Zuschuss des Landes von knapp über 200.000,- €

Das Gebäude, ein KfW-Effizienzhaus 70 (EmEV 2007) mit weniger als 60 kWh/(m2 a) wird mit Fernwärme beheizt, umfasst 783 m2 Nutzfläche und befindet sich im Eigentum der Gemeinde, welche das Gebäude,  sowie weitere ca. 30 Gebäude für den sozialen Wohnungsbau verwaltet.

Die Wohnungen sind behindertengerecht und fast alle mit begehbarer Dusche ausgebaut.
Die Miete beträgt 5,64 €/m2, was bedeutet, dass ein besuchtes Rentnerehepaar für ihre Wohnung mit 60 m2 einschließlich Stellplatz 526,- € Warmmiete bezahlen muss.

Auf unsere Frage, welche finanzielle Belastung die Gemeinde für diese Wohnungen trägt, bekamen wir die Auskunft des Kämmerers, es sei ein leichtes Plus da, und dies auch nach der doppischen Rechnungsart, also mit Abschreibung und kalkulatorischen Kosten.

Die Gemeinde Brühl verwaltet insgesamt 180 dieser Wohnungen. Die Bewohner der Wohnungen sind Arbeiter, Angestellte, Rentner, Familien, alleinerziehende mit Kindern, Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge - kurz, die gesamte Bandbreite der Bevölkerung.

Diese 180 Wohnungen sind in ca. 30 Gebäuden der Gemeinde untergebracht.

Die Gemeinde errichtet die Gebäude selbst oder kauft „in die Jahre gekommen“ Immobilien und saniert diese.

Dieses Beispiel aus Brühl zeigt, dass Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus und damit bezahlbare Wohnungen durchaus durch die Gemeinde errichtet werden können. Und noch etwas Entscheidendes zeigt die besichtigte Immobilie, nämlich dass sozialer Wohnraum durchaus hochwertig ausgestattet ist mit Balkon/Markise/Lift und innen wie außen sich nicht als sog. „Sozialwohnung“ präsentiert und sich harmonisch in das Baugebiet einfügt.

Wenn die Gemeinde Brühl mit ca. 14.000 Einwohnern dies tun kann, weshalb dann nicht auch die Gemeinde Bad Schönborn mit ca. 13.000 Einwohnern?
Denn Mietwohnungen fehlen in unserer Gemeinde, insbesondere bezahlbare Mietwohnungen.

.Die SPD-Fraktion wird weiter daran arbeiten, das es auch in unserer Gemeinde bezahlbarer Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger gibt.

HS

 
 

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Kurort mit Tourismus

Der Vergleich Bad Schönborn mit Brühl hingt doch! Natürlich braucht Brühl als Nachbargemeinde der Industriestadt Mannheim, der Stadtteil Rheinau grenzt direkt an den brühler Ortsteil Rohrhof an, so viele Sozialwohnungen. Finanzierbar sind sie natürlich nur mit der dichten/hohen Bebauung. Wir sind ein [b]Kurort mit Tourismus[/b] und daher nicht vergleichbar!

Autor: Franz, Datum: 14.07.2017


 

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